Dr. med. Martin Nolde

Zurück in die Zukunft.

Mein Blick zurück.

München bedeutet für mich als gebürtiger Oberbayer die Rückkehr zu meinen Wurzeln. Ich blicke zurück auf meine Zeit als Belegarzt am St. Elisabethkrankenhaus in Dillingen von 1991 bis 2010: Knapp 20 Jahre galt mein berufliches Engagement der Führung und Entwicklung der orthopädischen Belegabteilung am Krankenhaus St. Elisabeth in Dillingen mit 20 Betten und ca. 700 Operationen pro Jahr.

Innerhalb meines Spektrums der orthopädischen Operationen kristallisierte sich neben der Schulterchirurgie immer mehr die endoprothetische Versorgung des Hüft- und Kniegelenkes als Schwerpunkt heraus. Vor allem die Entwicklung der minimalinvasiven, zunehmend schonenden OP-Techniken bei der Hüftoperation faszinierte mich mehr und mehr, zumal die Ergebnisse konstant besser wurden.

AMIS: Faszination der ersten Stunde.

Die chirurgische Tätigkeit sehe ich als Verschmelzen von Naturwissenschaft, manueller Kunst und ärztlicher Verantwortung. Auf der Suche nach einer möglichst schonenden Operationstechnik stieß ich Anfang 2007 im Rahmen einer Hospitation in Paris bei Dr. Laude schließlich auf die Hüftoperation mit der AMIS-Technik. Bei dieser Methode müssen Sehne und Muskel nicht durchtrennt werden, um das künstliche Gelenk an der Hüfte zu implantieren. Bereits nach den ersten mit dieser sanften Methode operierten Patienten war ich gänzlich von dieser OP-Technik überzeugt.
Ich teile immer wieder das Glücksgefühl mit meinen Patienten, wenn sie sich bereits ein bis zwei Tage nach der Hüftoperation das erste Mal schmerzfrei auf das frisch operierte Bein stellen und die ersten Schritte ohne Gehhilfen bewältigen können. AMIS steht für Anterior Minimal Invasive Surgery bei der Hüftoperation und bedeutet: möglichst schonende OP-Technik mit Zugang (zur Hüfte) von vorn. Die Anatomie der Hüftmuskulatur in dieser Region lädt uns geradezu dazu ein, speziell diesen Zugangsweg zu wählen.

AMIS: Anziehungskraft.

Als AMIS-Instruktor im Referenzzentrum in Dillingen führte mich meine Vortragstätigkeit unter anderem nach Tours und Nizza in Frankreich.
Aber das Spannende daran war, dass Dillingen selbst zu einer der Keimzellen dieser OP-Technik wurde. Auch dort findet die AMIS-Technik bei der Hüftoperation weiter mit Kompetenz und Leidenschaft Anwendung unter Leitung meines langjährigen Kollegen und Mitstreiters Dr. Jürgen Beck.
Zu erleben, wie das Interesse an dieser OP-Technik immer größere Kreise auch auf internationaler Ebene zieht, zu sehen, wie Ärzte aus ganz Deutschland anreisen, um die wenig bekannte AMIS-Technik kennenzulernen, erfüllt mich mit Freude.

Seit meiner Rückkehr nach München 2011 hat sich in Sachen Hüftendoprothetik gerade in München einiges verändert. Waren es Anfang 2011 in München nur 2 Operateure, die die AMIS-Technik regelmäßig einsetzten, sind zwischenzeitlich viele große Kliniken auf diese schonende Methode aufmerksam geworden und haben junge Kollegen zu Schulungen geschickt, um die Methode in Ihr Leistungsspektrum aufzunehmen. Es freut mich sehr, dass ich viele von den jüngeren Kollegen von den Vorteilen der AMIS-Technik überzeugen konnte.
Und ich bin nach wie vor fest davon überzeugt, dass sich die AMIS-Technik insbesondere in der nachwachsenden Generation der Operateure durchsetzen und weiter verbreiten wird.

"today is yesterday's tomorrow"

Nach 9 Jahren Orthopraxx beginnt nun mit dem Orthopädischen Zentrum Bogenhausen ein neuer Abschnitt.

OZB: der gemeinsame Blick in die Zukunft

Ich weiß es sehr zu schätzen, dass ich mit Herrn Dr. Dominikus Hausmann einen Kollegen gefunden habe, der die Begeisterung und Überzeugung für die AMIS-Technik mit mir teilt und mit großem manuellem Geschick in der Lage ist, diese anspruchsvolle Technik exzellent umzusetzen.
Mit Dr. Christoph Buchhold haben wir seit 01.04.2020 einen weiteren chirurgisch versierten Kollegen hinzugewonnen, den die Begeisterung für die AMIS-Technik mit uns verbindet.
Wir freuen uns mit Dr. Rupert Neuner einen erfahrenen konservativ tätigen Orthopäden in unserem Team, zu haben, sodass wir auch ein breites Spektrum der orthopädischen Behandlung abdecken können.

Mit freundlichen Grüßen,
Ihr Dr. Martin Nolde

Veröffentlichte Artikel

"Die neue AMIS-Technik für Hüftprothesen" in der Orthopress

Lebenslauf

Persönliche Daten:

Name: Dr. med. Martin Nolde
Adresse: OZB
SANA-Klinik München, Reference-Center for AMIS

Seit 01.04.2011 International Instructor im Reference-Center for AMIS-Technique in der Sana-Klinik München/Solln. Zertifizierung des Endo-Prothetik-Zentrums durch ClarCert am 22.01.2015.

Orthopraxx/OZB

Seit 01/2011 - 03/2020: niedergelassen als Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie in Praxisgemeinschaft mit Dr. Alfred Eichbichler, Orthopraxx im Forum Bogenhausen, München.
Seit 04/2020 Weiterführung unter dem Namen OZB (Orthopädisches Zentrum Bogenhausen), München.

Referenzzentrum AMIS-Technik:

Ab 2008 Referenzzentrum minimalinvasive Hüftchirurgie in AMIS-Technik am St. Elisabethkrankenhaus in Dillingen.

AMIS-Instruktor:

5/2008 und 12/2008 Vortragstätigkeit und Instruktor im Learningcenter Tours/Frankreich.

Niedergelassener Arzt für Orthopädie

Ab 01.01.1998: Gemeinschaftspraxis mit Dr. Jürgen Beck, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie.

Weiterbildungsermächtigung:

Seit 1991 Weiterbildungsermächtigung und Ausbildung von Weiterbildungsassistenten im Fachgebiet Orthopädie.

Leitender Belegarzt:

Ab 01.07.1991 Niedergelassener Arzt für Orthopädie und leitender Belegarzt der orthopädischen Abteilung am Kreiskrankenhaus St. Elisabeth in Dillingen/ Donau, ab 1998 zusammen mit Herrn Dr. Beck, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie.

Facharzt:

Seit 16.01.1991 Facharzt für Orthopädie
Seit 10.07.2007 Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
1986 – 1991 Ausbildung zum Facharzt für Orthopädie in der orthopädischen Abteilung am Rotkreuzkrankenhaus München unter PD Dr. med. habil. Jürgen Radke und Dr. med. Frank Diem.

Promotion:

1987 in der Klinik für Plastische und Wiederherstellungschirurgie an der Medizinischen Fakultät der TU München „Die Tenolyse nach Fingerreplantation bei Amputationsverletzungen“ Prof. Dr. E.Biemer.

Vortragstätigkeit:

Seit 2008 Vortragstätigkeit im In- und Ausland zum Thema minimalinvasive Hüftendoprothetik, u.a. in Tours, Nizza, Wien.

Mitgliedschaften

DGOOC - Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und - orthopädische Chirurgie e.V.
DGOU – Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V.
BVO – Bundesverband der Fachärzte für Orthopädie e.V.
BVASK – Bundesverband für amb. Arthroskopie e.V.
DVSE – Deutsche Vereinigung für Schulter und Ellenbogen-Chirurgie e.V.
OGO – Orthopädische Gesellschaft für Osteologie e.V.

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